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Der Limes mal ganz anders: Schülerinnen und Schüler leisten Forschungsarbeit am Barnholz

    Nach coronabedingter Unterbrechung nahm das GTO in Kooperation mit dem Römermuseum Osterburken in diesem Jahr das Limes-Projekt wieder auf. Die Klasse 7a mit 26 Schülerinnen und Schülern vermaß am 24. März in der Osterburkener Waldabteilung „Barnholz“ entlang des Weltkulturerbes Limes in Richtung Bofsheim mithilfe von GPS-Geräten Geländepunkte (Wegpunkte). Unter der Aufsicht von Museumsleiter Dr. Jörg Scheuerbrandt und Geographielehrer Gregor Hillenbrand leisteten die Schülerinnen und Schüler echte Forschungsarbeit. Die GPS-Geräte stammen vom Kreismedienzentrum Buchen und sind zum Teil auch schuleigene Geräte des GTO.

    Ziele waren die Sicherung und die Dokumentation des Limesverlaufs und des angrenzenden Wanderwegs. Die wissenschaftliche Leitung des Projekts lag bei Diplom-Archäologe Dr. Jörg Scheuerbrandt. Die Messergebnisse lieferten kostbare Daten zum Befund des Limeswall, des hiesigen Wachturms, des Grabens und des Straßendamms. Des Weiteren wurden Schäden am Limes-Denkmal erfasst und Möglichkeiten der Infrastrukturpflege, wie Wanderwegmarkierungen und die Standorte von Informationstafeln, eruiert. Die Leitung im Gelände hatte krankheitsbedingt Studiendirektor Dr. Andreas Schmitt. Die Schüler waren unter anderem auf den Spuren alter Handelswege parallel zum Limes auf römischer Seite unterwegs. Dichter Wald schreckte sie nicht beim Erforschen des Straßendammes ab.

    Am 3. Mai war der Auswertungstag am PC. In drei Schulstunden pflegten die Schülerinnen und Schüler die von ihnen ermittelten Daten in die Kartographie-Software ein. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen: Die Daten sind auch die Grundlagen für Dr. Jörg Scheuerbrandt, um den Aufbau und den Verlauf des Limes besser überblicken zu können. Des Weiteren können die Erkenntnisse der interessierten Öffentlichkeit ein besseres Bild von dem vermitteln, was sich in der unmittelbaren Umgebung Osterburkens vor rund 1800 Jahren abspielte.

    Das Projekt ist noch lange nicht am Ende. Die nächste Generation von Limes-Forschern des GTO steht schon in den Startlöchern und freut sich im Schuljahr 2022/23 auf ihren Einsatz.