Dieses Kursfoto des Lateinkurses (Leistungsfach und Basisfach, Abiturjahrgang 2026) entstand vor dem berühmten Götterbild des Römermuseums Osterburken. Monatelang haben wir uns intensiv mit Vergils „Aeneis“ beschäftigt, dem römischen Nationalepos, das den Römern ihre Herkunft, ihre Bestimmung und die Legitimation ihres Handels aufzeigt. Über allem steht die Muse (Jakob Kittich), die Vergil die nötige Inspiration – und dem Kurs viele Denkanstöße – gab.

Augustus (Daniel Sebert) hatte es geschafft, Marcus Antonius (Nouri Sleman, leider nicht auf dem Bild) sowie dessen Geliebte Kleopatra (Fabio Nies) in der Schlacht von Actium 31 v. Chr. zu besiegen. Ein letztes Mal hält sie ihre Heimat, symbolisiert durch die Pyramide, in der Hand. Hinter ihr steht der Nil (Nils Henn), der sich aber schon an seine neue Heimat Rom (30 v. Chr. wird Ägypten römische Provinz) gewöhnt hat – symbolisiert durch das Amphitheater.
Zentral ist die Geschichte des Aeneas (Helen Heimberger): er flieht mit seinem Vater (Aline Müller) auf dem Rücken und seinem Sohn Ascanius / Iulus (Lilli Wiesbacher) eng an seiner Seite / an seinem rechten Bein aus dem brennenden Troja, um sich auf den von dem göttlichen Fatum vorherbestimmten, aber von manchen Göttern mit Hindernissen behafteten Weg Richtung Italien zu machen: Venus (Madita Simonides) versucht als Mutter des Aeneas denselben zu schützen, während die wütende Juno (Leonie Bach) mit allen möglichen Mitteln alles daran setzt, Aeneas von seinem Weg abzubringen. Unter anderem stiftet sie den Windgott Aeolus zu einem Seesturm an, den der gütige Gott Neptun (Jule Fitz) gerade noch rechtzeitig verhindern kann.
Dramatisch wird die Geschichte u.a. dadurch, dass Aeneas Königin Dido (Elke Autrata) in Karthago trifft, die sich unsterblich in ihn verliebt, er jedoch seinen Weg weiter verfolgen muss. Rasend vor Liebesschmerz beendet sie ihr Leben auf dem Scheiterhaufen. Bei allem Ernst sind aber auch heitere Momente nötig und wichtig, die alle Anstrengungen positiv begleiten. Symbolisch dafür gab uns der Gott Bacchus (Tobias Mai) die Ehre.
Wir haben es fast geschafft: die Latein-Abiturprüfung steht am 17.04.2026 an und wir haben alles getan, die Götter gnädig zu stimmen. Aeneas hat seinen Auftrag am Ende geschafft, darauf dürfen auch wir hoffen.
Herzlichen Dank an Herrn Dr. Scheuerbrandt, dem Leiter des Römermuseums Osterburken, und seinem Team, dass wir mit unseren kreativen Ideen immer kommen dürfen und dadurch dieses tolle Bild entstehen konnte.