Zum Inhalt springen

Erasmus+ – Woche am GTO

    Vom 26. Februar bis zum 1. März 2024 fand die europäische Erasmus+ – Woche am GTO statt. Unsere 9. Klässler empfingen Gäste aus dem St-Leo-College in Brugge, Belgien. Mit dieser Schule pflegt das GTO internationale Kooperation seit mehr als 25 Jahren. Nach einer langen Unterbrechung wegen der Covid-Pandemie ist die GTO-Schulgemeinde sehr glücklich, dass die internationalen Kontakte mit 4 ausländischen Schulen wieder aufgenommen werden konnten.

    Am Nachmittag des 26. Februar empfingen der Projektkoordinator Herr Oberstudienrat K. Kostadinov und Herr Oberstudienrat Dirk Schneider die Gäste, begleitet von den Lehrern Eva Lapierre und Tijl Schuytter, am Bahnhof Osterburken. Die deutschen Gastfamilien und -Schüler nahmen ihre belgischen Gäste in Empfang.

    Am Dienstag begann die tatsächliche Projektarbeit am GTO. Alle Projektteilnehmer wurden von der Schulleiterin Oberstudiendirektorin Regina Krudewig-Bartel und dem Hauptkoordinator K. Kostadinov willkommen geheißen.

    Das neue Format des Erasmus-Projekts für Schulen sieht eine zielgerichtete, schulspezifische Themenarbeit vor. Der Themenbereich ist für jede einzelne Schule spezifisch und eng mit den eigenen Entwicklungszielen verbunden. Der Koordinator hat für diese Erasmuswoche die folgenden Themenbereiche geplant:

    1. Nachhaltigkeit

    2. Internationale Kooperation

    3. Digitalisierung

    4. Sozialkompetenztraining

    5. Prävention

    Den Gästen wurde präsentiert, wie am GTO diese Themenbereiche theoretisch und praktisch realisiert werden. Darüber hinaus wurde mit den belgischen Gästen darüber diskutiert, welche von diesen Themen für ihre Schule zentral sind und wie sie sie praktisch umsetzen. Die Arbeitssprache war stets Englisch.

    Im Bereich der Nachhaltigkeit wurde die Arbeit am GTO bis jetzt vom Oberstudienrat Kostadinov präsentiert. Die Fotovoltaikanlage auf dem Schuldach war ein Ergebnis eines früheren Erasmusprojekts, das sich mit erneuerbaren Energien beschäftigte. Damit verbunden und als logische Fortsetzung entstand die Ladestation für Elektrofahrzeuge, die auch in das neue Schulgebäude integriert wird. Wie das neue Schulgebäude das Prinzip der Nachhaltigkeit erfüllen wird, wurde von Oberstudienrat Jens Schwingel den deutschen und belgischen Gästen in einer Powerpoint-Präsentation dargestellt. Die nachfolgende Diskussion in Englisch zeigte, wie aktuell das Thema für die Schüler ist.

    Anschließend wurde den Projektteilnehmern Beispiele von praktischem Sozialkompetenztraining von Oberstudienrat Joachim Brümmer angeboten. Damit wurde der zweite Themenbereich schon am Dienstag bearbeitet. Parallel dazu betätigten sich die Projektteilnehmer sportlich im Workshop „Trampolinspringen“, geführt von Studienrätin Magdalena Link.

    Am selben Tag am Nachmittag wurde ein Überblick über das Sozialkompetenztraining am GTO in allen seinen Facetten den Gästen durch die 12.-Klässler Malin Schweder, Alexander Machold, Fynn Appel und Miriam Ames im Rahmen einer Powerpoint Präsentation gezeigt.

    Am nächsten Projekttag konzentrierten sich die Schüler auf das Thema Prävention.In diesem thematischen Komplex führt das GTO im Rahmen der Gewaltprävention seit vielen Jahren das Projekt „Wehr dich – aber richtig!“ durch. In der heutigen Gesellschaft stellt die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen leider ein ernst zu nehmendes Problem dar. Um diesem unerfreulichen Phänomen entgegen zu wirken, hat die ehemalige Polizeidirektion Mosbach in Kooperation mit dem Karateverband Baden-Württemberg und dem Badischen Judoverband im Jahr 2010 das Präventionsprojekt „Wehr dich – aber richtig!“ konzipiert. Das Projekt, welches von ausgewählten und nach den Qualitätsstandards des Polizeipräsidiums Heilbronn ausgebildeten Gewaltschutztrainern durchgeführt wird, zeigt den Kindern und Jugendlichen auf, wie sie ihr Selbstbewusstsein stärken, bedrohliche Situationen frühzeitig erkennen und geeignete Selbstbehauptungs- und Konfliktlösungsstrategien erlernen und anwenden können. Am GTO erstreckt sich das Projekt seit geraumer Zeit pro Klasse über zweimal drei Unterrichtsstunden und wird von Herrn Ronald Schwab durchgeführt. Deshalb wurde der workshop in die Erasmus-Woche mit integriert. Mit großer Begeisterung wurde die Arbeit von Herrn Schwab auch von den belgischen Gästen und den deutschen Schülern honoriert.

    Nach dem Präventionstraining führten die deutschen Gastgeber ihre belgische Gäste durch das alte Schulgebäude und zeigten und erklärten ihnen alle relevanten Bereiche.

    Den Nachmittag verbrachten die Projektteilnehmer auf Exkursionen nach Würzburg und Stuttgart. Diese wurden von den Gastfamilien geplant und durchgeführt.

    Am Vormittag des nächsten Projekttages hospitierten die belgischen Gäste zusammen mit ihren deutschen Gastgebern an verschiedenen Unterrichtsstunden am GTO und nahmen sogar an ihnen aktiv teil.

    Am Nachmittag präsentierten die 12.-Klässler Lukas Heinemann und Hannes Heimberger den Stand und Fortschritt der Digitalisierung am GTO. Anschließend führten die beiden die Projektteilnehmer durch die relevanten Stellen der Schule, die mit der Digitalisierung eng verbunden sind. Anschließend ergab sich eine interessante Diskussion. Der Tag wurde gekrönt durch den speziellen Sozialkompetenzworkshop „Sprung in die Aula“, als Teilkomponente des Sozialkompetenztrainings „Forest Jump“, das seit Jahren von Oberstudienrat Joachim Brümmer und Studienrätin Maylin Muth am GTO durchgeführt wird.

    Nach einer intensiven und gleichzeitig ertragreichen Woche verabschiedeten sich die belgischen Gäste am Freitag von ihren Gastfamilien und bedankten sich für die deutsche Gastfreundschaft. Der Gegenbesuch in Belgien wird im Mai diesen Jahres stattfinden, auf den die GTO-Schüler sich sehr freuen.

    Autor: OStR K. Kostadinov