Einen ganz besonderen Gast durfte die Klasse 5b in der Biologiestunde von Frau Hils begrüßen: den kleinen Igeljungen „Johannes“, den Frau Zganjer-Speth zusammen mit vielen spannenden Informationen über ihren stacheligen Schützling mitbrachte.

Schon beim Betreten des Klassenzimmers staunten die Schülerinnen und Schüler nicht schlecht: Mitten auf dem Pult saß ein wuseliges kleines Stachelbündel, das neugierig seine Umgebung erkundete. Die Igelexpertin erklärte zu Beginn, warum Igel überhaupt menschliche Hilfe benötigen – zum Beispiel, wenn sie verletzt, krank oder stark untergewichtig sind. Oft sind es leider Igelmütter, die im Straßenverkehr ums Leben kommen. Schnell wurde klar, wie wichtig ein professioneller Umgang ist, damit die Tiere nicht zusätzlich belastet werden.
Die Kinder erfuhren außerdem, dass man Igel grundsätzlich nur mit Handschuhen anfassen darf. Ebenso lernten sie, dass Flöhe bei Igeln völlig normal sind – „die gehören quasi dazu“, wie die Expertin schmunzelnd erklärte. In der Station wird jeder Igel zunächst entwurmt und anschließend medizinisch weiterbehandelt.
Besonders wichtig sei die Kontrolle auf Fliegenmaden, da diese für Igel lebensbedrohlich werden können. Die Klasse staunte nicht schlecht, als sie hörte, dass man Igel sogar mit einer weichen Zahnbürste oder einem Pinsel vorsichtig zwischen den Stacheln reinigen muss, um Maden oder Eier von Fliegen zu entfernen. „Das muss man sehr behutsam machen – aber es kann dem Tier das Leben retten“. Neugierig fragten die Schülerinnen und Schüler immer wieder nach– und so erfuhren sie zum Beispiel , dass die Ernährung eines Igelkindes hauptsächlich aus Katzenfutter mit hohem Proteinsnteil besteht. „Igel sind schließlich keine Vegetarier!“, fügte die Igelexpertin lachend hinzu.

Die Kinder bekamen so einen tollen Einblick, wie viel Verantwortung in der Igelpflege steckt – eine Aufgabe, bei der auch eine Klassenkameradin bereits mit viel Erfahrung tatkräftig mit anpackt.
Zum Abschied durfte die Klasse beobachten, wie „Johannes“ genüsslich ein paar getrocknete Insekten verspeiste. Danach ging es für den kleinen Patienten wieder zurück in die Station, wo er weiter aufgepäppelt wird.
Eine spannende Unterrichtsstunde, die nicht nur Wissen über Wildtiere vermittelte, sondern auch Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor der Natur stärkte.
